Nach der Homilie folgte die Spendung des Sakraments. Die beiden Kandidaten bekundeten ihre Bereitschaft zur Weihe und versprachen ihrem Bischof Ehrfurcht und Gehorsam. Auf dem Boden liegend beteten sie dann, gemeinsam mit der versammelten Gemeinde, die Allerheiligenlitanei. Anschließend legte ihnen der Bischof die Hände auf und sprach das Weihegebet. Danach wurden Kötterl und Scheler von ihren Praktikumspfarrern mit den liturgischen Gewändern – Stola und Dalmatik – bekleidet. Zuletzt überreichte der Weihbischof beiden symbolisch das Evangelium, als Zeichen dafür, dass sie zur Verkündigung bestellt seien. Danach umarmte er sie und wünschte ihnen den Frieden. Im Anschluss umarmten auch alle Brüder im Diakonenamt die Neugeweihten.
„Ihr sollt brennen für Jesus Christus“ – Weihbischof em. Adolf Bittschi weihte Alexander Kötterl und Manuel Scheler zu Diakonen
Eichstätt. (pde) – Weihbischof em. Adolf Bittschi hat am Samstag, dem 27. Juni, in einem festlichen Gottesdienst in der Schutzengelkirche die beiden Priesterkandidaten Alexander Kötterl und Manuel Scheler zu Diakonen der Diözese Eichstätt geweiht.
Weihbischof Bittschi, der selbst vor genau 50 Jahren in Eichstätt zum Diakon geweiht wurde, ging in seiner Predigt auf die vielfältigen Formen der Berufung im Wandel der Zeiten ein: „Jeder von uns, ob Mann oder Frau, hat seine eigene Berufung.“ Er erinnerte an die Worte des ehemaligen Papstes Benedikt XVI., dass es ebenso viele Wege zu Gott gebe, wie es Menschen gibt. Bittschi beschrieb die drei besonderen Dienste, die dem Diakon insbesondere aufgetragen sind: die Verkündigung des Gotteswortes, der Dienst am Altar und die Sorge um die Armen und Bedürftigen. Wie im zuvor gehörten Evangelium sollten die beiden Männer Salz und Licht sein: „Ihr sollt brennen für Jesus Christus und brennen wie Jesus Christus“.


Dem Gottesdienst, der musikalisch von Domorganist Martin Bernreuther, dem Bläserensemble „Tubae Angelorum“ und der Schola des Priesterseminars gestaltet wurde, schloss sich ein Empfang im Innenhof des Seminars an.
Alexander Kötterl (41) stammt aus der Erzdiözese München und Freising, Manuel Scheler (30) ist gebürtiger Rheinländer. Beide absolvieren derzeit nach Studium und Seminar eine Berufseinführungsphase. Kötterl ist seit September 2025 in der Praktikumspfarrei Neumarkt/Zu Unserer Lieben Frau, Scheler in der Pfarrei Pleinfeld. Dort werden sie auch weiterhin eingesetzt sein.

Kötterl (41) stammt aus der Erzdiözese München und Freising. Er wuchs in der Münchner Pfarrei St. Peter und Paul auf, wo er auch Ministrant war und von Geistlichen geprägt wurde, „die ihren Dienst mit Freude und Hingabe lebten“. Nach einem Studium der Betriebswirtschaft war er mehrere Jahre in verantwortlicher Position in einem mittelständischen Transport- und Speditionsunternehmen tätig. Diese Zeit, in der er auch Verantwortung für die Mitarbeitenden und das Betriebsklima trug, „war für mich sehr wertvoll“, blickt er zurück.
Scheler (30) ist gebürtiger Rheinländer. Er stammt aus der Pfarrei St. Michael in Düsseldorf-Lierenfeld in der Erzdiözese Köln. Auch er ist bereits als Kind in die Kirche hineingewachsen, war Ministrant, ehrenamtlicher Mitarbeiter in der Firmvorbereitung und erlernte schon im Grundschulalter das Orgelspielen. Sein Heimatpfarrer sei für ihn bis heute eine prägende Figur: „Bodenständig, humorvoll und nicht ganz unschuldig daran, dass ich heute hier sitze.“ Nach einer kaufmännischen Ausbildung im Erzbischöflichen Generalvikariat Köln kam Scheler zum Studium der Religionspädagogik nach Eichstätt; nach dem Grundstudium wechselte er zur Theologie. Er habe Wurzeln geschlagen und gemerkt, „dass ich mich hier wohlfühle und bleiben möchte“, erzählt er.









