Jonas Reißmann
Jonas Reißmann wurde von Bittschi bereits gefirmt. Er war damals längst Ministrant in seiner Heimatpfarrei Roth, wo er immer neue Aufgaben übernahm: Oberministrant, Gruppenleiter in der katholischen Jugend, Organisator der Sternsingeraktion. Er kam ins Gespräch mit den Kaplänen, die der Ausbildungspfarrei Roth zugeteilt wurden, bekam mehr als einmal die Frage gestellt, ob er sich nicht auch diesen Weg vorstellen könnte. Unterdessen wurde Reißmann auch auf Dekanatsebene aktiv, engagierte sich zum Beispiel in der Gruppenleiterausbildung. „Die Jugendstelle Schwabach hat mich geprägt“, stellt er fest, „dort bin ich groß geworden“. Die katholische Jugendarbeit vertrat er darüber hinaus in der Vorstandschaft des Kreisjugendrings Roth. Aber auch in bistumsweite Projekte wuchs er hinein, arbeitete im „You-Orientierungsjahr“ in Eichstätt mit, war Mitorganisator von Veranstaltungen im Bereich Neuevangelisierung und fuhr natürlich mit zu Weltjugendtagen. Als frischgebackener Abiturient war er beim WJT in Krakau dabei, um anschließend an der TH Nürnberg ein Energie- und Gebäudetechnik-Studium zu beginnen. Schon damals, das weiß er im Nachhinein, hätte es auf Theologie hinauslaufen können. Aber, erzählt er offen, „davor hatte ich ein bisschen Bammel“. Nicht zuletzt, weil er sich im Freundeskreis hätte erklären müssen. „Da war Technik der klarere Weg. Das Studium hat auch wirklich Spaß gemacht. Aber mit der Perspektive war ich nicht glücklich“. Nach zwei Jahren nahm Plan B seinen Lauf: Reißmann schrieb sich an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt zunächst für den Studiengang Religionspädagogik/kirchliche Bildungsarbeit ein, um wenige Monate später Priesteramtskandidat für die Diözese Eichstätt zu werden und an der Uni auf Theologie zu wechseln. „Die Entscheidung, ins Seminar zu gehen, hat viel Mut gekostet“, blickt er zurück. „Jetzt macht er’s doch endlich“, habe es hingegen bei einigen im Bekannten- und Freundeskreis geheißen. Fragt man ihn nach dem entscheidenden, zündenden Funken, der zum Entschluss führte, dann nennt er nach kurzem Überlegen ein Besinnungswochenende in Velburg, bei dem Bibelverse gezogen werden konnten. Seiner lautete: „Befiehl dem Herrn deinen Weg, vertrau ihm - er wird es fügen“. Dieser Psalm 37,5 wird nun auch sein Primizspruch. Um die Primizpredigt hat er Pfarrer Sebastian Stanclik gebeten. Nicht nur, weil Reißmann gerade als Diakon im Pfarrverband Communio Ingolstadt-West eingesetzt ist und Stanclik dort sein Chef ist, sondern weil die beiden sich schon lange aus der Jugendarbeit kennen und gemeinsam beim diözesanen Jugend-Pfingstfestival aktiv sind. Sinn im Leben zu finden, „da suchen Jugendliche gerade sehr stark“, begründet Reißmann, warum er hier einen beruflichen Schwerpunkt sieht. Aber auch ganz generell wolle er dazu beitragen „Menschen in Beziehung mit Gott zu bringen, sie dabei zu begleiten, den Glauben zu entdecken“.












